Diese erste Ausgabe widmet sich zwei Pflanzen, die bei unseren Einsätzen häufig in Gärten unserer Kunden auftauchen und giftig sind. In künftigen Ausgaben ergänzen wir weitere Themen rund um Garten- und Grünpflege.
Die Angaben dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine ärztliche oder fachliche Beratung.
Abendländischer Lebensbaum · immergrünes Nadelgehölz
| Erkennungsmerkmale | Schuppenförmige, dicht überlappende Blättchen an flachen, fächerartigen Zweigen. Sehr beliebte, schnellwachsende Hecken- und Sichtschutzpflanze. |
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| Giftige Teile | Die gesamte Pflanze: Nadeln, Zapfen, Rinde und Holz. Die enthaltenen Öle (u. a. Thujon) sind in den Zweigspitzen am stärksten konzentriert. |
| Symptome | Hautkontakt kann Reizungen und Ekzeme auslösen. Nach Verzehr: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Krämpfe; bei größeren Mengen Atembeschwerden und Kreislaufprobleme. |
| Sicherer Umgang | Beim Pflanzen und Schneiden lange Ärmel und Handschuhe tragen. In Gärten mit kleinen Kindern besser auf eine Alternative setzen, ältere Kinder über die Gefahr aufklären. Auch für Haustiere und Nutztiere giftig. Schnittgut nicht liegen lassen oder verfüttern. |
Wintergrüner Strauch · ursprünglich aus den Bergwäldern Chinas
| Erkennungsmerkmale | Große, ledrige, stark runzelige Blätter mit filzig behaarter Unterseite; cremeweiße Blüten in flachen Schirmrispen (Mai/Juni), später dunkelrote bis schwarze Beeren. |
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| Giftige Teile | Blätter, Rinde und unreife Früchte, im Vergleich zur Thuja nur leicht giftig. |
| Symptome | Bei Verzehr größerer Mengen Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen möglich; die Wirkung gilt als deutlich schwächer als bei den anderen hier vorgestellten Pflanzen. |
| Sicherer Umgang | Beim Schnitt Handschuhe tragen, unreife Früchte nicht in Kindernähe liegen lassen. Der Strauch gilt zudem als invasiver Neophyt und verdrängt heimische Pflanzen. Bei Neupflanzungen empfehlen wir daher heimische Alternativen wie Roter Hartriegel oder Gemeiner Schneeball. |
Im Verdachtsfall einer Vergiftung
Ruhe bewahren, betroffene Pflanzenteile nicht selbst entfernen und die Giftinformationszentrale kontaktieren: 030 19240 (bundesweit erreichbar). Bei starken Symptomen den Notruf 112 wählen.
Sie vermuten giftige Pflanzen in Ihrem Garten oder möchten Ihre Außenanlagen sicher pflegen lassen? Wir übernehmen das für Sie.
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